We are using cookies to implement functions like login, shopping cart or language selection for this website and to create anonymized statistical reports of the usage. You will find more information in our privacy policy. OK, I have understood
International Poster Journal of Dentistry and Oral Medicine
Login:
username:

password:

Plattform:

Forgotten password?

Registration

Int Poster J Dent Oral Med 12 (2010), No. 1     15. Mar. 2010

Int Poster J Dent Oral Med 2010, Vol 12 No 1, Poster 480

In vitro Besiedlung verschiedener Matrixmaterialien mit porcinen Chondrozyten

Sprache: Deutsch
 

Autoren:
Dr. med. Tobias Nitsche, Dr. med. Dr. med. dent. Stephan T. Becker, Dr. med. dent. Eleonore Behrens, Prof. Dr. rer. nat. Yahya Açil, Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Jörg Wiltfang,
Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel
Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Patrick H. Warnke,
Faculty of Health Sciences, Bond University, Gold Coast, Australia

Datum/Veranstaltung/Ort:
21.-23. Mai 2009
59. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Kieferchirurgie
Wiesbaden
 

Einleitung

Beim Tissue Engineering von Gelenkknorpelzellen ist die Wahl der geeigneten Matrix von entscheidender Bedeutung. Dabei muss einerseits das Wachstum von Chondrozyten mit Bildung von Knorpelgewebe und andererseits eine Verbindung und Übergang zum subchondralen Knochen möglich sein.
 

Material und Methoden

In einem in vitro Versuchsaufbau wurden porcine hyaline Chondrozyten aus Gelenkknorpel gewonnen und in Zellkultur angezüchtet. Mit den Chondrozyten erfolgte eine Besiedlung von fünf verschiedenen Matrixmaterialien (Chondro-Gide®, TissueFleece-Membran, Bio-Oss®-Spongiosa-Block, selbstentwickelte Gerüstblöcke aus Tricalciumphosphat (TCP) und Hydroxylapatit (HA)). 10 Minuten, 1 Stunde und 24 Stunden nach Besiedlung wurde die Zellvitalität anhand von FDA- und PI-Färbungen überprüft und die Biokompatibilität mit Hilfe des LDH-Zellzytotoxizitätstests und Zellproliferationstests (BrdU-, MTT- und WST-Tests, je n=8) analysiert. Weiterhin erfolgte eine rasterelektronenmikroskopische Beurteilung.
 

Ergebnisse

Zu allen untersuchten Zeitpunkten fanden sich auf den Matrixmaterialien vitale Chondrozyten (s. Abb. 1). Die Biokompatibilitätsanalyse zeigte in allen durchgeführten Biokompatibilitätstests eine gute Verträglichkeit der untersuchten Probenkörper. Die Untersuchung der Zelltoxizität mit dem LDH-Test ergab nach 24h für Chondro-Gide® 5,17±2,32, für TissueFleece 5,60±2,52, für Bio-Oss® 17,74±3,25, für TCP 0,36±4,41 und für HA 0,25±2,95 (Angaben in %). Damit waren alle untersuchten Materialien im Bereich der Negativkontrolle (s. Abb. 2). Elektronenmikroskopisch konnte auf allen Materialien ein Wachstum der Chondrozyten dargestellt werden (s. Abb. 3).

Abb. 1a: Fluoreszenzmikroskopie der Chondrozyten 24 Stunden nach Färbung mit Fluorescein-Diacetat (FDI) und Propidium-Iodid (PI). Die grüne Färbung und die nur vereinzelt auftretende rote Färbung der Zellen sprechen für eine hohe Zahl an vitalen Zellen auf allen untersuchten Biomaterialien. Chondro-Gide. Abb. 1b: Bio-Oss.
Abb. 1c: Hydroxylapatit. Abb. 1d: Tricalciumphosphat.
Abb. 1e: TissueFleece. Abb. 2: LDH-Zelltoxizitätstest mit Eluat von den unterschiedlichen Matrixmaterialien nach 24 Stunden. Alle Materialien waren im Bereich der Negativkontrolle. Dies spricht für eine hohe Biokompatibilität.
Abb. 3a: Elektronenmikroskopische Bilder der Matrixmaterialien vor und nach Besiedlung mit porcinen Chondrozyten. Man erkennt adhärente Zelle, die mit Ihren Zellfortsätzen auf den Materialien haften. Chondro-Gide vor Besiedlung. Abb. 3b: Chondro-Gide nach Besiedlung.
Abb. 3c: Hydroxylapatit vor Besiedlung. Abb. 3d: Hydroxylapatit nach Besiedlung.
Abb. 3e: Tricalciumphosphat vor Besiedlung. Abb. 3f: Tricalciumphosphat nach Besiedlung.
 

Schlußfolgerungen

Die untersuchten Matrixmaterialien eignen sich als Trägermaterial zur Züchtung von Chondrozyten in vitro. Als nächster Schritt soll nun eine Übertragung ins Tiermodell die Eignung in vivo untersuchen.
 

Dieses Poster wurde übermittelt von Dr. Tobias Nitsche.
 

Korrespondenz-Adresse:
Dr. Tobias Nitsche
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel
Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Arnold-Heller-Straße 3, Haus 26
24105 Kiel