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International Poster Journal of Dentistry and Oral Medicine
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Int Poster J Dent Oral Med 10 (2008), No. 2     15. June 2008

Int Poster J Dent Oral Med 2008, Vol 10 No 02, Poster 408

Untersuchung zur Schleifleistung diamantierter Schleifkörper

Sprache: Deutsch
 

Autoren:
Dr. Ulrike Stephanie Beier, MSc.
Abteilung für Zahnersatz, Medizinische Universität Innsbruck
Dr. Andreas Sander, Univ.-Prof. Dr. Herbert Dumfahrt
Abteilung für Zahnerhaltung, Medizinische Universität Innsbruck

Datum/Veranstaltung/Ort:
21. bis 24. November 2007
Deutscher Zahnärztetag
Congress Centrum Düsseldorf
 

Einleitung

Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Evaluation der Schleifleistung und daraus resultierender Standfestigkeit parallelwandiger Diamantschleifkörper verschiedener Hersteller an keramischen Prüfkörpern mit schmelzähnlicher Härte (s. Abb. 2) nach standardisiertem Gebrauch von 10 bis 40 Minuten.
 

Material und Methoden

Untersuchung
Zwei Gruppen mit unterschiedlicher Schleifkörperform wurden gebildet.
In der ersten Gruppe befinden sich 8 zylinderförmige Schleifkörper mit einem Durchmesser von 1,6mm und einer Korngröße von 105-125µm. Der Schleifkörper Busch K® besitzt akzessorische Kühlrillen.
In der zweiten Gruppe wurden 11 zylinderförmige Schleifkörper mit einem Durchmesser von 1,2mm und einer Korngröße von 105-125µm untersucht. In dieser Serie hatten 2 Schleifkörper akzessorische Kühlrillen (Busch K® und Edenta K®). Der Prüfvorgang wurde mit 5 identen Diamanten wiederholt.

  • Drehzahl: 200.000 U/min, 2bar
  • Dauer: 40min, 4 Schnitte pro Schleifkörper
  • Kraft: 152g+2g, Balancegewicht
  • Wasserkühlung: 50ml/min
Übersichtsaufnahme der Testanlage Keramikprüfkörper AD-995 der Firma CoorsTek®
Detailaufnahme des Schleifvorgangs am Ende des dritten Schnittes
 

Schleiftestauswertung
Die Schleifleistung der Diamantschleifkörper entspricht der jeweiligen Schnittlänge in Millimetern (mm) im Keramiktestblock (s. Abb. 2). Dazu wurden bei jedem Hersteller die vier Schnitte aller fünf Diamantschleifkörper der jeweiligen Serie abgemessen. Die durchschnittliche Gesamtlänge wurde aus den Längen der einzelnen Schnitte der jeweiligen Schleifkörper berechnet.
 

Ergebnisse

Die Schleifleistung aller untersuchten Schleifkörper in der 1. und 2. Serie nahm signifikant nach den ersten Schnitt ab (p<0.05).
Diamantschleifkörper mit Kühlrillen erbrachten in der 1. und 2. Serie die besten Ergebnisse, wobei sich signifikante Unterschiede in der Serie 1 zu den Schleifkörpern von Diatec®, Edenta®, Horico® und Komet® zeigten. In der Serie 2 reichten nur die Schleifkörper Busch® und Edenta Diacut®, an die Leistungen der Schleifkörper mit Kühlrille heran. Alle anderen erbrachten signifikant schlechtere Ergebnisse.
 

Serie 1: durchschnittliche Schnittlänge der Schnitte 1-4

Serie 1 1. Schnitt 2. Schnitt 3. Schnitt 4. Schnitt Gesamtlänge
Busch® 5,38 2,58 1,76 1,46 11,18
Busch K® 8,76 4,10 2,54 1,90 17,30
Diatech® 6,60 2,08 1,40 0,96 11,04
Edenta® 5,48 2,54 1,62 1,26 10,90
Horico® 5,54 1,66 0,98 0,74 8,92
Intensiv® 7,04 3,10 1,76 1,18 13,08
Komet® 6,36 2,20 1,40 1,02 10,98
Meisinger® 7,20 3,92 1,96 1,12 14,20
Serie 1: durchschnittliche Schnittlänge der Schnitte 1-4
 

Serie 2: durchschnittliche Schnittlänge der Schnitte 1-4

Serie 1 1. Schnitt 2. Schnitt 3. Schnitt 4. Schnitt Gesamtlänge
Busch® 10,08 4,90 3,46 2,42 20,86
Busch K® 10,76 5,60 3,86 2,52 22,74
Diatech® 6,04 1,64 0,52 0,24 8,44
Edenta® 8,31 3,32 1,81 1,21 14,74
Edenta K® 9,24 4,04 2,82 1,96 18,06
Horico® 9,30 3,18 1,61 0,98 15,10
Intensiv® 7,70 3,26 2,04 1,44 14,44
Komet® 8,16 2,54 1,02 0,42 12,14
Meisinger® 7,02 1,78 1,02 0,62 10,44
White Tiger® 9,46 3,04 1,70 0,80 15,00
Diacut® 9,20 1,08 2,70 1,26 17,24
Serie 2: durchschnittliche Schnittlänge der Schnitte 1-4
 

Schlußfolgerungen

Für den klinischen Betrieb interessant erscheint die Schleifleistung nach dem ersten Schnitt (nach 10min), da danach die Leistung signifikant für alle Präparationsinstrumente abfällt. Instrumente mit Kühlrillen haben eine höhere Standfestigkeit und müssen nicht so schnell ausgetauscht werden. Zur weiteren Beurteilung der Kanten der Schleifkörper wären elektonenmikroskopische Aufnahmen sinnvoll.
 

Dieses Poster wurde übermittelt von Dr. Ulrike Stephanie Beier.
 

Korrespondenz-Adresse:
Dr. Ulrike Stephanie Beier, MSc.
Medizinische Universität Innsbruck
Univ.-Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
Abteilung für Zahnersatz MZA
Anichstr. 35
A-6020 Innsbruck
Österreich