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International Poster Journal of Dentistry and Oral Medicine
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Int Poster J Dent Oral Med 8 (2006), No. 1     15. Mar. 2006

Int Poster J Dent Oral Med 2006, Vol 8 No 01, Poster 299

Die Serum-CRP-Konzentration vor und nach Parodontitis-Therapie

Sprache: Deutsch

Autoren:
Bernhard Zahn, Zentrum der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Frankfurt/Main
Dr. Beate Schacher, Zentrum der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Frankfurt/Main
Prof. Dr. Gerhard Oremek, Zentrum der Inneren Medizin Frankfurt/Main
Hildegund Sauer-Eppel, Zentrum der Inneren Medizin Frankfurt/Main
Prof. Dr. Petra Ratka-Krüger, Universitätsklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Freiburg

Datum/Veranstaltung/Ort:
26.-30. Oktober 2005
DGZMK-Gemeinschaftstagung
Berlin

Poster Award
Posterpreis der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie

Einleitung

Aktuelle Untersuchungen belegen eine mögliche Assoziation zwischen Parodontitis und einer Erhöhung des C-reaktiven Proteins (CRP) im Serum. In der Allgemeinmedizin werden kurzfristig stark erhöhte Serum-CRP-Konzentrationen vor allem bei schweren bakteriellen Infektionen oder Gewebstraumen beobachtet, während längerfristig leicht erhöhte CRP-Konzentrationen als möglicher Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen gelten.

Problemstellung

Ziel dieser Untersuchung war es, die CRP- Konzentration bei Patienten mit chronischer Parodontitis mit der CRP-Konzentration parodontal gesunder Patienten zu vergleichen. Weiterhin sollte überprüft werden, ob durch eine Parodontitis-Therapie eine Beeinflussung des CRP-Levels möglich ist.

Material und Methoden

Patienten & Studienablauf

  • Zuordnung der Patienten in Kontroll- oder Testgruppe aufgrund der erhobenen klinischen und röntgenologischen Befunde
  • detaillierte Erhebung der allgemeinen Anamnese, um mögliche Beeinflussung der CRP-Konzentration auszuschließen

Testgruppe

  • 21 (19) allgemein gesunde Patienten mit chronischer Parodontitis (9 weiblich), Alter 47 ±4,6 Jahre
  • klinische Untersuchung und Blutentnahme jeweils vor und 6 Wochen nach nichtchirurgischer Parodontitis-Therapie

Kontrollgruppe

  • 11 allgemein und parodontal gesunde Probanden (6 weiblich), Alter 53 ±9,2 Jahre
  • einmalige klinische Untersuchung und Blutentnahme

Blutentnahme & klinische Untersuchungen

  • venöse Blutentnahme zur Bestimmung der CRP-Konzentration mittels immunologischem Trübungstest (Hitachi 917, Fa. Roche)
  • Bestimmung von Plaque Index (PlI) und Gingival Index (GI) sowie Sondierungstiefe (ST), klinischem Attachmentniveau (CAL) und Sondierungsblutung (BOP) an 6 Stellen/Zahn

Statistische Analyse

  • Überprüfung aller Variablen auf Normalverteilung mit dem Kolmogorov-Smirnov/Lillifors-Test
  • Vergleich der Ergebnisse aus der Erstuntersuchung beider Gruppen mit Mann-Whitney-U-Test bzw. unpaarigem t-Test
  • Vergleich der Ergebnisse aus der Erst- und Nachuntersuchung der Testgruppe mit dem Wilcoxon-Test bzw. paarigem t-Test
  • Fallzahlschätzung für die Vergleiche der CRP-Werte für einen Fehler 1. Art alpha < 0,05, eine Teststärke von 80% und eine Standardabweichung der Differenzen von 0,24

 

Ergebnisse

Ergebnisse
  • Die mittleren Werte sämtlicher klinischer Parameter (PlI, GI, ST, CAL, BOP) waren in der Testgruppe vor Therapie signifikant höher als in der Kontrollgruppe (p < 0,0001).
  • Die nichtchirurgische Parodontitis-Therapie führte zu einer signifikanten Besserung von PI, GI, ST und BOP in der Testgruppe (p < 0,002).
  • Die Patienten der Testgruppe wiesen vor Therapie eine höhere CRP-Konzentration auf (CRP = 0,36 ±0,3 mg/dl) als nach Therapie (CRP = 0,27 ±0,3 mg/dl).
  • Die CRP-Konzentration in der Kontrollgruppe lag mit CRP = 0,29 ±0,3 mg/dl etwa im Bereich der Werte, die für die Testgruppe nach Therapie erhalten werden konnten.
  • Für den Vergleich der CRP-Werte zwischen Test- und Kontrollgruppe ist eine minimale Stichprobengröße von n = 290 in jeder Gruppe erforderlich; für den Vergleich der CRP-Konzentrationen innerhalb der Testgruppe wird eine minimale Stichprobengröße von n = 58 benötigt.

Schlußfolgerungen

  • Die von uns untersuchten Patienten mit chronischer Parodontitis (Testgruppe) wiesen vor Therapie eine höhere CRP-Konzentration auf als die Patienten der Kontrollgruppe.
  • Nach nichtchirurgischer Parodontitis-Therapie sank die CRP-Konzentration in der Testgruppe ab.
  • Zum endgültigen Nachweis einer Beeinflussung der CRP-Konzentration durch chronische Parodontitis beziehungsweise durch eine Parodontitis-Therapie bedarf es weiterer Untersuchungen. Die vorliegende Studie liefert Daten für die Konzeptionierung solcher Untersuchungen.

Literatur

  1. D'Aiuto F, Parkar M, Andreou G, Suvan J, Brett P M, Ready D, Tonetti MS: Periodontitis and systemic inflammation: control of the local infection is associated with a reduction in serum inflammatory markers. J Dent Res 83(2):156-60 (2004).
  2. Ebersole JL, Machen RL, Steffen MJ, Willman DE: Systemic acute-phase reactants, C-reactive protein and haptoglobin in adult periodontitis. Clin Exp Immunol 107:347-352 (1997).
  3. Ide M, McPartlin D, Coward PY, Crook M, Lumb P, Wilson RF: Effect of treatment of chronic periodontitis on levels of serum markers of acute-phase inflammatory and vascular responses. J Clin Periodontol 30:334-340 (2003).
  4. Mattila K, Vesanen M, Valtonen V, Nieminen M, Palosuo T, Rasi V, Asikainen S: Effect of treating periodontitis on C-reactive protein levels: a pilot study. BMC Infectious Diseases 2:30 (2002).

 

Dieses Poster wurde übermittelt von Bernhard Zahn

Korrespondenz-Adresse:
Bernhard Zahn
Zentrum der Zahn,- Mund- und Kieferheilkunde Carolinum Frankfurt/Main
Theodor-Stern-Kai 7
D-60590 Frankfurt
Bernhard.Zahn@em.uni-frankfurt.de