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International Poster Journal of Dentistry and Oral Medicine
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Int Poster J Dent Oral Med 7 (2005), No. 1     15. Mar. 2005

Int Poster J Dent Oral Med 2005, Vol 7 No 01, Poster 264

Der Einsatz computer gestützter Technik in der Dysgnathie- und kraniofazialen Chirurgie

Beschreibung einer neuen Methode

Sprache: Deutsch

Autoren:
Priv.-Doz. Dr. med. Dr. med. dent. Alexander Schramm,
MKG, Medizinische Hochschule Hannover
Dr. med. Dr. med. dent. Ralf Schön,
Dr. med. Dr. med. dent. Ralf Gutwald,
Dr. med. Ulrich Schwarz,
Dr. med. Christoph Zizelmann,
Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Rainer Schmelzesien,
MKG, Universitätsklinikum Freiburg
Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Nils-Claudius Gellrich,
MKG, Medizinische Hochschule Hannover

Datum/Veranstaltung/Ort:
27.-31.01.2004,
8. Kongress der Österreichischen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirugie,
Bad Hofgastein, Österreich

Einleitung

Umstellungsosteotomien und Distraktionen des Mittelgesichts bedürfen insbesondere bei ausgeprägten Fehlstellungen oder Fehlbildungen einer CT-basierten präoperativen Analyse und Planung. Zahlreiche Systeme zur computergestützten Planung wurden hierzu entwickelt.

Problemstellung

Die klinische Umsetzung der präoperativen Planung mittels intraoperativer Navigation stellt für den Anwender meist eine unlösbare Aufgabe dar. Dies liegt in erster Linie an der verwendeten Referenzierungs- und Registrierungsmethode.

Material und Methoden

Auf der Basis eines Standard-CT-Datensatzes erfolgte in unserer Abteilung die präoperative Pla-nung und pointerbasierte Infrarotnavigation zur Therapie von komplexen Verlagerungen des Mittel-gesichts bei kraniofazialen Anomalien und in der Dysgnathiechirurgie (Abb. 1).

Abb. 1: Die Infrarotdioden des Pointers (b) und des Registrierungssterns (c) werden durch drei Kameras lokalisiert (a). Die nicht-invasive Referenzierung erfolgt mit einer Oberkieferschiene. Silikonabformungsschienen für Kinder (d,e) und Tiefziehschienen für Erwachsene (siehe Abb.2) wurden verwendet.

Ergebnisse

Vier navigationsgestützte Eingriffe wurden präoperativ geplant und intraoperativ navigiert. Bei den Umstellungsosteotomien wurden präoperativ die Vektoren der intendierten Oberkieferverlagerung anhand der Schienenmarker definiert und intraoperativ zur Positionierungskontrolle des Oberkiefers verwendet werden (Abb. 2). Zur Mittelgesichtsdistraktion wurde nach präoperativer Festlegung der Verschie-bungsvektoren intraoperativ eine pointerbasierte Osteotomie und anschließend die navigationsgestützte Positionierung der Distraktoren durchgeführt (Abb. 3).

Abb. 2: Präoperative Planung der Verschiebungsvektoren (hellblaue Linien in der Multiplanaransicht) für die Oberkieferverlagerung in der Dysgnathiechirurgie. Abgebildet sind der linke hintere Schienenmarker und seine geplanten Verschiebungsvektoren bei der Umstellungsosteotomie des Oberkiefers beim Erwachsenen.

Abb. 3a,b,c,d,e: M. Crouzon mit ausgeprägter Mittelgesichtshypoplasie (a,b); die präoperative Planung ermöglichte ein virtuelles Positionieren der Distraktionsvektoren (c); mit intraoperativer Navigati-on erfolgte eine geführte Osteotomie in der Le-Fort-III-Ebene zur Schonung der Zahnkeime (d) und die Positionierung der Distraktoren gemäß der präoperativ geplanten, virtuellen Vektoren (e).

Abb. 3 f,g,h,i,j,k,l,m: Postoperatives Ergebnis nach Mittelgesichtsdistraktion (f,g); der Vergleich von prä- und postoperativem Befund zeigt klinisch (h,i) und radiologisch (j,k,l,m) ein suffizientes sagittales Advancement und eine deutliche Vergrößerung der knöchernen Orbita durch simultane Anteriorverlagerung des Supraorbitalrandes.

Diskussion

Die Anwendung der bei diesen elektiven Eingriffen verwendbaren Schienenreferenzierung erlaubte einerseits eine valide pointerbasierte Navigation und andererseits die Determinierung und Positionierung des Mittelgesichtes anhand von Vektorbewegungen. Der erhöhte Aufwand für Planung und Durchführung stellt auch bei der in dieser Studie verwendeten Methode ein großes Hindernis für die standardisierte Anwendung im klinischen Alltag dar. Obwohl das Problem der genauen Referenzierung gelöst scheint, sind weitere Softwareentwicklungen erforderlich.

Literatur

  • Gellrich N.-C., Schramm A., Hammer B., Rojas S., Cufi D., Lagrèze W., Schmelzeisen R. Computer-assisted secondary reconstruction of unilateral posttraumatic orbital deformities. Plast Reconstr Surg 110(6): 1417-1429, 2002 (1.377)
  • Schmelzeisen R., Schön R., Schramm A., Gellrich N.-C. Computer-aided procedures in implantology, distraction and cranio-maxillofacial surgery. Ann R Australas Coll Dent Surg 16:46-9, 2002
  • Schramm A., Gellrich N.-C., Gutwald R., Schipper J., Bloss HG, Hustedt H., Schmelzeisen R., Otten JE Indications for computer assisted treatment of cranio-maxillofacial tumors Comp Aided Surg 5(5): 343-352, 2000

Dieses Poster wurde übermittelt von Priv.-Doz. Dr. med. Dr. med. dent. Alexander Schramm.

Korrespondenz Adresse:
Priv.-Doz. Dr. med. Dr. med. dent. Alexander Schramm
MKG - Medizinische Hochschule Hannover (OE 7720)
Carl-Neiberg-Str. 1
30625 Hannover
Deutschland