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International Poster Journal of Dentistry and Oral Medicine
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Int Poster J Dent Oral Med 5 (2003), No. 3     15. Sep. 2003

Int Poster J Dent Oral Med 2003, Vol 5 No 03, Poster 183

Zur Untersuchervariabilität der elektrischen Widerstandsmessung

Sprache: Deutsch

Autoren:
Seyed Mohammad Tabatabaie, Dr. Jan Kühnisch, Prof. Dr. Roswitha Heinrich-Weltzien, Prof. Dr. Dr. Lutz Stößer
Poliklinik für Präventive Zahnheilkunde, Universität Jena;
Gabriele Viergutz, Samira Zraiki, Giesela Hetzer
Poliklinik für Präventive Zahnheilkunde, Universitätsklinik Carl Gustav Carus, Dresden.

Datum/Veranstaltung/Ort:
27.-28.09.2002
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde
Stuttgart

Problemstellung

Eine hohe Reproduzierbarkeit diagnostischer Methoden zur Okklusalkaries-Diagnostik ist Voraussetzung für den klinischen Einsatz zur Differenzierung kariöser Läsionen sowie für das Kariesmonitoring. Da Verfahren zur elektrischen Widerstandsmessung als vielversprechende Methoden zur Okklusalkaries-Diagnostik angesehen werden, war es Ziel der vorliegenden Untersuchung die Intra- und Inter-Untersucher-Variabilität zur Einschätzung der Messwertreproduzierbarkeit zu ermitteln.

Material und Methoden

Untersuchungsmaterial:

  • 117 Weisheitszähne mit klinisch gesunden bzw. (initial) kariösen jedoch nicht kavitierten Okklusalflächen

Untersucher, Geräte und In-vitro-Versuchsaufbau:

  • ECM-Gerät (Lode Diagnostics, Niederlande) - 4 Universitäts-Zahnärzte (Abb. A)
  • Cariometer CRM 800 (OA Gente, Universität Marburg) - 6 Universitäts-Zahnärzte (Abb. B)
Abb. A
A: ECM-Gerät, B: Bezugselektrode, C: Petrischale mit Probe, D:Messsonde
Abb. B
A: CRM-Gerät mit Messonde, B: Bezugselektrode, C: Petrischale mit Probe

Untersuchungsablauf:

  • Durchführung eines ausführlichen Audits
  • Site-spezifische Messung ohne Verwendung eines Kontaktgeles
  • Erfassung des minimalsten ECM-Wertes (0 bis 99,9) für jede Okklusalfläche
  • Erfassung des maximalsten CRM-Wertes (1 bis 10 der Leuchtdioden-Anzeige)für jede Okklusalfläche
  • Wiederholungsmessung nach einer Woche zur Bestimmung der Intra-Untersucher-Variabilität

Statistische Auswertung:

  • Intraklassenkoeffizient nach Lin (IKKLin) Streudiagramme
  • Residuenplots nach Bland und Altmann (95%-Konfidenzintervall)
Wertigkeit von Kappa-Werten in Bezug auf die Güte der Übereinstimmung (Sachs 1995)
Kappa-Wert (α)Güte der Übereinstimmung
< 0,10 keine
0,10 - 0,40schwache
0,41 - 0,60deutliche
0,61 - 0,80starke
0,81 - 1,00fast vollständige

Wertigkeit von Korrelationskoeffizienten (Bühl und Zöfel 1999)
KorrelationskoeffizientBewertung
< 0,20sehr geringe Korrelation
< 0,50geringe Korrelation
< 0,70mittlere Korrelation
< 0,90hohe Korrelation
> 0,90sehr hohe Korrelation

Ergebnisse

Abbildungen E - H

Abb. E
Streudiagramme der ECM-Messung für die Erst- und Wiederholungsmessung aller vier Universitäts-Zahnärzte (Intra-Untersucher-Variabilität); Diagonale: angepasste Regressionslinie
Abb. F
Abb. G
Streudiagramme der CRM-Messung für die Erst- und Wiederholungsmessung aller Universitäts-Zahnärzte (Intra-Untersucher-Variabilität; Diagonale: angepasste Regressionslinie
Abb. H

Schlußfolgerungen

  • Die Intra- und Inter-Untersucher-Variabilität zeigten für beide Verfahren eine deutliche bis starke Übereinstimmung.
  • Sowohl die Streudiagramme als auch die Ober- und Untergrenzen des 95%-Konfidenzintervalls der Residuenplots nach Bland und Altman reflektieren nicht unerhebliche intra- und inter-individuelle Messwertschwankungen.
  • Ein klinischer Einsatz kann daher nur unter Vorbehalt und in Verbindung mit anderen diagnostischen Hilfsmitteln empfohlen werden kann.

 

Dieses Poster wurde übermittelt von Dr. Jan Kühnisch.

Korrespondenz-Adresse:
Seyed Mohammad Tabatabaie
Poliklinik für Präventive Zahnheilkunde
Universität Jena
An der Alten Post 4
07743 Jena
Deutschland