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International Poster Journal of Dentistry and Oral Medicine
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Int Poster J Dent Oral Med 4 (2002), No. 3     15. Sep. 2002

Int Poster J Dent Oral Med 2002, Vol 4 No 3, Poster 137

Schnittführungsvarianten bei der Sofortimplantation

Sprache: Deutsch

Autoren: Dr. Dr. Dieter Haessler, Dr. Frank Kornmann
Sant' Ambrogio-Ring 39, D-55276 Oppenheim

Datum/Veranstaltung/Ort: 
24-26. Mai 2001
52. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Kieferchirurgie
Bad Homburg

Erhalt und Rekonstruktion des periimplantären Weichgewebes sind eine entscheidende Voraussetzung für das ästhetische Ergebnis einer implantatprothetischen Rehabilitation. Es bestand das Ziel, geeignete Schnittführungstechniken bei der Sofortimplantation zu finden, die durch ein entsprechendes Lappendesign die Rekonstruktion unterschiedlicher Defekte im Bereich der vestibulären Alveolarfortsatzwand ermöglichen. Die primäre Schnittführung sollte erweiterungsfähig sein und eine ggf. später notwendige Papillenrekonstruktion berücksichtigen.
Aufgrund unserer Studien und Erfahrungen können drei Schnittführungen bei der Sofortimplantation empfohlen werden.
Die angegebenen Schnittführungen ermöglichen ein Lappendesign, das notwendige augmentative Maßnahmen sicher abdeckt. Zu den Modifikationen der Schnittführung und für die später ggf. notwendige Papillenrekonstruktion unter Verwendung von Mikroskalpellen aus der Augenheilkunde stellen wir ein Fallbeispiel vor und diskutieren die Ergebnisse.
Aus unserer Sicht kann durch geeignete Schnittführungstechniken in Verbindung mit einer naturanalogen Implantatpositionierung durchmesserweiter Implantate ein natürlicher Gingivaverlauf auch bei Implantatrekonstruktionen sicher erzielt und dauerhaft erhalten werden. 


1. Aufklappen der Papillen zur Revision und Beurteilung der vestibulären Wand

Abb. 1-1: Aufklappen der Papillen zur Revision der Alveole.

Abb. 1-2: Die Papillen sind readaptiert. Zur Stützung der Papillen wird ein FRIALIT®-2 Protect-Aufbau individualisiert. Die Einheilung erfolgt transgingival.

Abb. 1-3: Nach Einsetzen des FRIALIT®-2 CeraBase-Aufbaus wird vor der definitiven Herstellung der Krone die vollständige Epithelisierung des periimplantären Weichgewebes abgewartet.

Abb. 1-4: Nach Einsetzen der definitiven Krone (21) zeigt sich, dass die Papillen vollständig und mit natürlicher Stippelung erhalten werden konnten.

Abb. 1-5: Rot- und Weiß-Ästhetik entsprechen nach implantat-prothetischer Rehabilitation (21) den natürlichen Gegebenheiten.

2. Parapapilläre Schnittführung mit Bildung eines Trapezlappens bei umschriebenen Alveolarfortsatzdefekten

Abb. 2-1: Schnittführung zur Deckung eines umschriebenen Alveolarfortsatzdefektes. Durch Periostschlitzung wird die Mobilisation des Lappens zur geschlossenen Einheilung möglich.

Abb. 2-2: Längsfraktur der vestibulären Wand nach traumatischem Verlust des Zahnes 21. Gleichzeitig Einriß der Gingiva (nicht sichtbar).

Abb. 2-3: Eine Vicryl®-Membran stabilisiert die zur Verstärkung der vestibulären Wand aufgebrachten Knochenspäne, die mit dem FRIOS® BoneCollector gesammelt wurden.

Abb. 2-4: Der FRIALIT®-2 MH 6-Aufbau wird mit einer ausgeprägten Stufe präpariert, um eine für die Keramikverblendung ausreichende Schichtstärke zu ermöglichen.

Abb. 2-5: Die Lippenaufnahme zeigt die individualisierte Keramikverblendung des Zahnes 21 mit Angleichung an die opaken Flecken des Zahnes 11.

Abb. 2-6: Trotz des ausgeprägten lokalen Traumas mit Einriß der Gingiva besteht drei Jahre nach implantatprothetischer Versorgung eine befriedigende Gingivasituation mit vollständigem Erhalt der Papillen.

3. Parapapilläre Schnittführung an den Papillen der Nachbarzähne und Bildung eines ausgedehnten Trapezlappens bei größeren Alveolarfortsatzdefekten oder sehr dünner vestibulärer Wand

Abb. 3-1: Bei größeren vestibulären Defekten wird eine defektferne Schnittführung angelegt.

Abb. 3-2: Die Implantatbettaufbereitung erfolgt alternierend mit Fräsen und mit FRIALIT®-2 BoneCondensern. Ein Substanzabtrag vestibulär wird hierdurch vermieden.

Abb. 3-3: Zur Defektauffüllung werden autogene Knochenspäne gemischt mit ALGIPORE® verwandt. Zur Stabilisierung plastischer Aufbauten ist eine Membranabdeckung unumgänglich.

Abb. 3-4: Initiale Schnittführung zur Papillenrekonstruktion mit einem lanzetteförmigen, abgewinkelten Skalpell, das üblicherweise in der Augenheilkunde verwandt wird.

Abb. 3-5: Schematische Zeichnung der Schnittführung zur Papillenrekonstruktion. Das keratinisierte Gewebe über der Verschlussschraube wird vollständig verteilt.

Abb. 3-6: Zustand nach Papillenrekonstruktion. Nahtmat.: 6x0 Prolene®

Abb. 3-7: Präparierter FRIALIT®-2 CeraBase Aufbau. Reizlose periimplantäre Gingivakonfiguration mit natürlicher Papillenstippelung nach Abheilung der Papillenrekonstruktion.

Abb. 3-8: Keramikmantelkrone nach dem definitiven Einsetzen. Natürliche rote und weiße Ästhetik nach Papillenrekonstruktion.

Zusammenfassung - Klinische Relevanz

Je nach Schnittführung bei der Sofortimplantation wird für die spätere Ausformung des Weichgewebes ein mehr oder weniger umfangreiches Vorgehen notwendig.

  1. Aufklappung der Papillen ermöglicht transgingivale Einheilung.
  2. Schnittführung mit umschriebener Mobilisation ermöglicht crestale Incision bei der Eröffnung.
  3. Schnittführung mit ausgedehnter Mobilisation erfordert oftmals chirurgische Papillenerkonstruktion.

 

Dieses Poster wurde übertragen von Dr. Dr. Dieter Haessler.

Kontakt-Adresse:
Dr. Dr. Dieter Haessler
Sant' Ambrogio-Ring 39
D-55276 Oppenheim