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International Poster Journal of Dentistry and Oral Medicine
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Int Poster J Dent Oral Med 18 (2016), Nr. 1     15. Mär. 2016
Int Poster J Dent Oral Med 18 (2016), Nr. 1  (15.03.2016)

Poster 983, Sprache: Deutsch/Englisch


Rezidivverhalten und -diagnostik des enoralen Plattenepithelkarzinoms
Barth, Marie-Christin / Sagheb, K. / Walter, C.
Trotz moderner Therapieansätze ist das 5-Jahresüberleben von Patienten mit einem enoralen Plattenepithelkarzinomen (PECA) weiterhin konstant schlecht bei 50%. Die wichtigsten Prognosefaktoren sind hierbei die Tumorgröße und das Vorhandensein von Lymphknotenmetastasen (CM) zum Zeitpunkt der Erstdiagnose sowie die Entstehung eines Rezidivs im Verlauf der Nachsorge. Hinsichtlich des Rezidivverhaltens gibt es wenige Daten, wodurch eine frühzeitige Detektion in der Tumornachsorge extrem erschwert wird. Dies zeigt sich auch in einem geringen Evidenzlevel für die Vorgehensweise in der Tumornachsorge in der deutschen Leitlinie.
Retrospektiv über die Jahre 2000-2014 wurden die Patienten der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Universitätsmedizin Mainz, die an einem primären enoralen PECA erkrankten und in domo therapiert wurden, nachuntersucht. Neben der Untersuchung der epidemiologischen Daten, der Risikofaktoren und des TNM-Status lag das Hauptaugenmerk auf dem Rezidivverhalten und -typen sowie den Einflussfaktoren und der Diagnostik.
Insgesamt wurden 766 Patienten (34% Frauen und 66% Männer) bei einem Durchschnittsalter von 62±13 Jahren verglichen.
Bedingt durch die hohe Anzahl an T3-4 Karzinomen (33%) und der hohen Rate an Lymphknotenmetastasen (37%) hatten bereits 50% der Patienten ein fortgeschrittenes Tumorstadium von III-IV. Dabei entwickelten 70% innerhalb der ersten 2Jahre ein Rezidiv, mit einem Median von 12 Monaten innerhalb der untersuchten Personengruppe.
Der häufigste Rezidivtyp war das Lokalrezidiv mit 36%.
Über die klinische Untersuchungsmethode wurden (55%) der Rezidive diagnostiziert.
Das Vorliegen schlecht differenzierter Tumore und die Existenz von Lymphknotenmetastasen gingen statistisch signifikant häufiger mit der Entwicklung eines Rezidivs einher. Sowohl die fortgeschrittene Tumorausdehnung als auch das Vorhandensein von Lymphknotenmetastasen sowie das Rezidiv sind im Verlauf mit einem signifikant schlechteren 10-Jahresüberleben behaftet.
Somit kann man schlussfolgern, insbesondere bei Vorliegen von cervikalen Metastasen und undifferenzierten Primarien, dass das PECA der Mundhöhle häufig rezidiviert. Die vorliegenden Daten untermauern die absolute Notwendigkeit einer engmaschigen klinischen Nachsorge, insbesondere in den ersten 2 Jahren, die über den in den Leitlinien empfohlenen 3 Monatsrhythmus hinausgehen sollte, um Rezidive zeitnah zu detektieren.

Schlagwörter: Rezidivverhalten, Rezidivdiagnostik, enorales Plattenepithelkarzinom, Tumornachsorge

Konferenz/Veranstaltung:
DGZMK / BZÄK / DENTSPLY Förderpreis
Deutscher Zahnärztetag
06.-07. November 2015
Frankfurt am Main