International Poster Journal of Dentistry and Oral Medicine
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Int Poster J Dent Oral Med 14 (2012), No. 1     15. Mar. 2012

Int Poster J Dent Oral Med 2012, Vol 14 No 1, Poster 577

Der Einfluss von zwei Desensitizern auf die Scherfestigkeiten von Keramiken auf Dentin

Sprache: Deutsch
 

Autoren:
Dr. Katrin Bekes, Dr. Karolin Brandt, Petra Scholz, Prof. Dr. Hans-Günter Schaller, Privatdozent Dr. Christian Gernhardt
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Universitätspoliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie, Halle (Saale)

Datum/Veranstaltung/Ort:
10.-13.11.2010
Deutscher Zahnärztetag 2010
Frankfurt am Main

Poster Award
Jahresbestpreis der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltungskunde (3. Platz Poster)

Einleitung

Im Rahmen der non-invasiven Behandlung von Dentinhypersensibilität sind Desensitizer wirkungsvolle Agenzien, die durch Verblockung der Dentintubuli zur Inhibition der erhöhten Liquorbewegung und somit zur Schmerzlinderung führen.
 

Problemstellung

Ziel der In-vitro-Studie war es die Scherfestigkeiten von Keramiken auf Dentin in Abhängigkeit von einer vorhergehenden Desensitizerapplikation (Hyposen, Gluma) zu untersuchen.
 

Material und Methoden

In diese Studie wurden 72 kariesfreie Molaren eingeschlossen Aus dem zervikalen Bereich wurden Dentinproben herauspräpariert und mit einer Nassschleifmaschine plan geschliffen. Der Abstand zur Pulpa betrug 1,5 mm (±0,2 mm). Die Dentinproben wurden anschließend in den Kunststoff Technovit eingebettet. Dabei durfte die plan geschliffenen Oberfläche nicht vom Kunststoff bedeckt sein. Die Proben wurden randomisiert in folgende Versuchsgruppen eingeteilt:

n=12 kein Desensitizer
(Kontrolle)
Hyposen Gluma
Variolink II VC VH VG
Bifix SE BC BH BG
Tab. 1: Einteilung der Versuchsgruppen
Abb. 1: Hyposen (Lege Artis) Abb. 2: Gluma (Heraeus Kulzer)
Abb. 3: Variolink II (Vivadent Ivoclar) Abb. 4: Bifix SE (Voco)

Nach der entsprechenden Vorbehandlung wurden 4x4 mm große Keramikblöckchen (IPS Empress) auf die Dentinproben zementiert. Die Befestigungszemente wurden entsprechend der Herstellerangaben verarbeitet. Nach der Zementierung wurden die Proben für 24 h im Brutschrank bei 37°C gelagert. Die Scherfestigkeitsversuche der Keramik-Dentin-Proben wurden mit einer Universalprüfmaschine (Zwick Z005) durchgeführt. Die Abschergeschwindigkeit betrug 0,5 mm/ min.
 

Ergebnisse

Folgende Scherfestigkeiten wurden ermittelt (Mittelwert und Standardabweichung in MPa):

Gruppe VC VH VG BC BH BG
Mittelwert 5,56 5,28 3,04 3,60 3,60 2,06
Standardabweichung 0,61 0,96 0,18 1,38 1,36 0,16
Tab. 2: Ergebnisse (in MPa)
 
Abb. 5: Boxplot-Darstellung der Ergebnisse (in MPa)  
Die vorhergehende Applikation eines Desensitizers reduzierte die Scherfestigkeiten bei beiden Befestigungszementen (ANOVA). Im Falle von Gluma (VG, BG) war diese Reduktion signifikant (p < 0,001; Tukey's Test). Der paarweise Vergleich unter den Befestigungszementen erbrachte signifikant höhere Werte für den Zement Variolink II (p < 0,001; Tukey's Test).
 

Schlußfolgerungen

Mit den Einschränkungen einer In-vitro-Studie kann geschlussfolgert werden, dass die vorhergehende Applikation eines Desensitizers die Scherfestigkeit von Befestigungszementen beeinflussen kann.
 

Literatur

  1. Nikzad S, Azari A, Dehgan S: Ceramic (Feldspathic & IPS Empress II) vs. laboratory composite (Gradia) veneers; a comparison between their shear bond strength to enamel; an in vitro study. J Oral Rehabil. 2010 Jul;37(7):569-74. Epub 2010 Jan 17.
  2. Sailer I, Tettamanti S, Stawarczyk B, Fischer J, Hämmerle CH. In Vitro Study of the Influence of Dentin Desensitizing and Sealing on the Shear Bond Strength of Two Universal Resin Cements. J Adhes Dent. 2009 Nov 9. doi: 10.3290/j.jad.a17714. [Epub ahead of print]
  3. Türkkahraman H, Adanir N, Güngör AY. Bleaching and desensitizer application effects on shear bond strengths of orthodontic brackets. Angle Orthodox. 2007 May;77(3):489-93.
     

Dieses Poster wurde übermittelt von Dr. Karolin Brandt.
 

Korrespondenz-Adresse:
Dr. Karolin Brandt
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Universitätspoliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie, Sektion Präventive Zahnheilkunde und Kinderzahnheilkunde
Harz 42 a
06108 Halle (Saale)