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Int Poster J Dent Oral Med 8 (2006), No. 3     15. Sep. 2006

Int Poster J Dent Oral Med 2006, Vol 8 No 03, Poster 322

Stereolithographisch hergestellte Bohrvorrichtung für Zahnimplantate auf der Grundlage computertomographischer Daten

Sprache: Deutsch

Autoren:
Dr. med. dent. Ali-Reza Ketabi, Abteilung für Prothetik und Werkstoffkunde, ZZMK Tübingen
Dr. rer. nat. Michael Schaich, Abteilung für Radiologie und Diagnostik, Universität Tübingen
Prof. Dr. med. Claus Claussen, Abteilung für Radiologie und Diagnostik, Universität Tübingen
Prof. Dr. med. dent. Heiner Weber, Abteilung für Prothetik und Werkstoffkunde, ZZMK Tübingen

Datum/Veranstaltung/Ort:
26. - 30. Oktober 2005
Gemeinsame Tagung wiss. Gesellschaften der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Oktober 2005 Berlin
Berlin

Problemstellung

Die Herstellung von Kavitäten im Kiefer zur Aufnahme von Zahnimplantaten ist wegen der Nähe zu sensiblen anatomischen Strukturen nicht unproblematisch. In schwierigen Situationen kann durch computertomographische Aufnahmen (CT) des Kiefers die Implantatplanung unterstützt werden. Es wird eine Bohrvorrichtung vorgestellt, mit deren Hilfe die anhand von CT-Daten durchgeführte Implantatplanung umgesetzt werden kann.

Material und Methoden

Anhand eines Gipsmodells des Gebisses wird eine Miniplastschiene hergestellt. Die Bohrvorrichtung besteht aus einem "Halter" und einem "Stecker", die mittels einer T-Profil-förmigen Steckverbindung verbunden sind (Abb. 1). Der Halter, ein Standardteil, wird auf die Schiene aufgeklebt; Schiene mit Halter trägt der Patient während der CT-Aufnahme im Mund. Der Halter enthält vier Bohrungen, die mit Material hoher Röntgendichte gefüllt sind und zur Lokalisierung des Halters im CT-Datensatz dienen (Abb. 2). Anhand der CT-Daten erzeugt unsere Software mit Hilfe der Makrosprache des CAD-Systems die individuelle Konstruktion des Steckers, der die Bohrhülse zur Führung des Knochenbohrers enthält. Dieser Stecker wird stereolithographisch hergestellt (Abb. 3 und 4). Bei der Implantation wird dem Patient die Schiene mit Halter und dem individuell gefertigten Stecker eingesetzt (Abb. 5). Die Führungshülse des Steckers gibt die Richtung und Tiefe der Bohrung vor.

Abb. 1: Schiene mit Halter und Standard-Stecker
Abb. 2: 3-D Darstellung des Op-Gebietes
Abb. 3: Konstruktion für individuellen Stecker
Abb. 4: Individuell hergestellter Stecker
Abb. 5: Individuelle Bohrschablone

Ergebnisse

Ergebnisse: Durch diese Methode können die radiologischen Daten zur direkten stereolithographischen Herstellung einer Bohrschablone umgesetzt werden. Die Arbeitsschritte wurden zunächst an Phantomen durchgeführt, die Genauigkeit der Methode wurde an Kiefermodellen ermittelt, die Abweichungen lagen unter 0,5 mm. Diese Methode wurde erfolgreich an einem Patienten mit 2 Implantaten eingesetzt (Abb. 6).

Abb. 6: Postoperatives Bild

Schlußfolgerungen

Schlussfolgerung: Die beschriebene Methode zur Herstellung einer Bohrschablone kann empfohlen werden. Sie ermöglicht die direkte Umsetzung der aus den CT-Daten gewonnenen Informationen. Um diese Methode zu optimieren, sind weitere Anwendungen bei Patienten sind in Planung.

Literatur

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Dieses Poster wurde übermittelt von Dr. med. dent. Ali-Reza Ketabi

Korrespondenz-Adresse:
Dr. med. dent. Ali-Reza Ketabi
ZZMK Tübingen
Abteilung für Prothetik und Werkstoffkunde
Osianderstrasse 2-8
72076 Tübingen