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Int Poster J Dent Oral Med 8 (2006), No. 1     15. Mar. 2006

Int Poster J Dent Oral Med 2006, Vol 8 No 01, Poster 303

Funktionelle Ergebnisse 6 Monate nach intraoraler endoskopisch assistierter Versorgung von dislozierten Kollumfakturen

Sprache: Deutsch

Autoren:
Priv. Doz. Dr. Dr. Ralf Schoen,
Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Nils-Claudius Gellrich,
Priv.-Doz. Dr. med. Dr. med. dent. Alexander Schramm,
Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Rainer Schmelzeisen
Universitätsklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde,Abt. Klinik für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie, Freiburg

Datum/Veranstaltung/Ort:
Januar 2003
Österreichische Jahrestagung Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (ÖGMKG)
Bad Hofgastein, Austria

Poster Award
2. Posterpreis

Einleitung

In dem Zeitraum von Oktober 2000 bis Januar 2002 wurde bei 13 Patienten eine transorale endoskopisch assistierte Versorgung von dislozierten Kollumfrakturen mit Miniplatten durchgeführt.

Material und Methoden

Von den 13 Kollumfrakturen waren drei nach medial und sechs nach lateral disloziert, vier Frakturen zeigten eine axiale Dislokation mit Verkürzung des aufsteigenden Unterkieferastes. Zwei Frakturen zeigten ein ausgesprengtes Fragment am Hinterrand des aufsteigenden Unterkieferrandes und bei acht Patienten waren weitere Unterkieferfrakturen auffällig. Die Frakturversorgung wurde bei allen 13 Patienten über eine intraorale Inzision unter Verwendung von abgewinkelten Schraubendrehern und Bohrern rein transoral durchgeführt. Für die endoskopisch kontrollierte Reposition und Osteosynthese wurden 30° Optiken (Karl Storz, Tuttlingen, Germany) verwendet.

Abbildung 1: Präoperative Computer Tomographie einer Fraktur des Processus articularis mandibulae.
Abbildung 2a: Endoskoisch assistierten Versorgung der Kollumfrakturen über eine intraorale Inzision. Abbildung 2b: Endoskopische Darstellung der Fraktur.
Abbildung 2c: Endoskopische Darstellung der Osteosynthese mit abgewinkeltem Bohrer und Schraubendreher. Abbildung 2d: Intraoperative endoskopische Kontrolle nach Frakturreposition und Osteosynthese.
Tabelle 1: Funktionelle Ergebnisse 6 Monate nach transoraler endoskopisch assisiterter Versorgung von Collumfakturen.

Ergebnisse

Unter Verwendung von Endoskopen (Karl Storz, Tuttlingen, Germany) wurde eine gute Übersicht bei der transoralen Fraktur-versorgung und Repositionskontrolle insbesondere am dorsalen Rand des aufsteigenden Unterkieferastes erreicht. Postoperative Röntgenbilder zeigten eine regelrechte Reposition. Sechs Monate nach Frakturversorgung zeigten die 13 Patienten zufriedenstellende funktionelle Ergebnisse ohne Okklusionsstörungen, mit einer Mundöffnung größer als 40mm ohne Deviation und ohne Limitation bei Laterotrusion.

Schlußfolgerungen

Der transorale Zugang unter Verwendung von abgewinkelten Bohrern und Schraubendrehern bewährte sich als zuverlässige Methode auch bei der Versorgung von dislozierten und Mehrfragmentfrakturen. Eine Narbenbildung im sichtbaren Bereich und eine N. fazialis Schädigung wurden bei dem transoralen Zugang vermieden.

Literatur

  • Chen C.-T., Lai J.-P., Tung T.-C., Chen Y.-R.: Endoscopically assisted mandibular subcondylar fracture repair. Plast Reconstr Surg 103:160-65, 1998
  • Schön R, Gutwald R, Schramm A, Gellrich N-C, Schmelzeisen R. Endoscopic assisted open treatment of condylar fractures of the mandible. Extraoral versus intraoral approach. Int J Oral Maxillofac Surg 31:3:237-243, 2002
  • Schön R, Schramm A, Gellrich N-C, Schmelzeisen R: Follow up of condylar fractures of the mandible in 8 patients 18 months after transoral endoscopic assisted open treatment. J Oral and MaxilloFac Surg 61:49-54, 2003

 

Dieses Poster wurde übermittelt von Ralf Schoen.

Korrespondenz-Adresse:
Priv. Doz. Dr. Dr. Ralf Schoen
Abt. Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie
Universitätsklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
Hugstetter Str. 55
79106 Freiburg