International Poster Journal of Dentistry and Oral Medicine
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Int Poster J Dent Oral Med 7 (2005), No. 1     15. Mar. 2005

Int Poster J Dent Oral Med 2005, Vol 7 No 01, Poster 252

Langzeitergebnisse 10 Jahre nach parodontaler Therapie.
2. Zahnbezogene Faktoren

Sprache: Deutsch

Autoren:
Dr. Jens Kaltschmitt,
Dr. Bernadette Pretzel,
Sektion Parodontologie, Poliklinik für Zahnerhaltungskunde, Klinik für Mund-, Zahn- und Kieferkrankheiten, Universitätsklinikum Heidelberg
Prof. Dr. Peter Eickholz,
Poliklinik für Parodontologie, Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt

Datum/Veranstaltung/Ort:
9.-12.9.2004,
DGP-Jahrestagung,
Dresden, Deutschland

Poster Award
Posterpreis: 3. Bestpreis 2004

Problemstellung

Ziel dieser Studie ist die Evaluation von Faktoren auf Zahnebene, die zum Langzeiterfolg systematischer Parodontitistherapie über 10 Jahre beitragen. Das Hauptzielkriterium dieser Analyse war Zahnverlust.

Material und Methoden

Patienten

  • 38 Patienten (14 Männer)
  • 847 Zähne
  • antiinfektiöse Therapie vor 10 Jahren durch denselben Behandler (PE)
  • Röntgenstatus vor Therapiebeginn

Statistische Analyse

  • deskriptiv
  • schrittweise Multilevel-Regres-sionsanalyse mittels der Software Systat for Windows Version 10, Systat Inc., Evanston, IL., USA

Klinische Untersuchung

  • Nachuntersuchung 10 Jahre ± 3 Monate nach Beginn der ersten Sitzung der antiinfektiösen Therapie, durch dieselbe Untersucherin (BP)

Patientenbezogene Parameter

  • eingehende Raucheranamnese
  • allgemeine Anamnese und erweiterter Gesundheitsfragebogen
  • Zahnstatus
  • GBI und PCR
  • Test auf Interleukin-1-Polymor-phismus (IAI ParoGen-Test, IAI Institut für Angewandte Immuno-logie, Zuchwil, Schweiz)
  • Befragung nach den Ursachen für ggf. eingetretenen Zahnverlust

Zahnbezogene Parameter

  • Knochenabbau zu Beginn der antiinfektiösen Therapie in % der Wurzellänge (Klassifizierung in 20%-Schritten)
  • Typ des Knochenabbaus (horizontal/vertikal)
  • Bei vertikalem Knochenabbau Un-terscheidung in tiefe/mittlere/flache Knochentaschen (Scale lupe 10x, Peak, Tohkai Sangyo, Tokyo, Japan)
  • Zahntyp (Frontzahn, Prämolar, Molar)
  • Zahnlokalisation (Oberkiefer/Unterkiefer)
Abb. 1: Ausgangsröntgenstatus der Patientin # 49 vom 13.07.1993 mit angelegtem Schei-Lineal. Die koronal orientierte horizontale Linie wird im 90° Winkel zur Zahnachse an der Schmelz-Zement-Grenze angelegt. Nun wird das Schei-Lineal solange parallel verschoben, bis die apikal gelegene Linie die Wurzelspitze berührt. Abb. 2: Der prozentuale Knochenabbau im Verhältnis zur Wurzellänge lässt sich durch die Teilstriche ablesen. In diesem Fall beträgt der Knochenabbau distal des Zahnes 11 etwa 50%.

Ergebnisse

Deskriptive Statistik

  • 439 Zähne waren im Ober-, 408 im Unterkiefer lokalisiert
  • 21 Patienten mit 479 Zähnen haben regelmäßig an der UPT teilgenommen, 4% Zahnverlust. Unregelmäßig 17 Patienten, 368 Zähne, 13% Zahnverlust.

Schlussfolgerung

Geringer Knochenabbau zu Therapiebeginn, Lokalisation im Unterkiefer bzw. im Frontzahngebiet und regelmäßige Teilnahme an der UPT begünstigen die Prognose für Zahnerhalt.

Dieses Poster wurde übermittelt von Dr. Jens Kaltschmitt.

Korrespondenz Adresse:
Dr. Jens Kaltschmitt
Sektion Parodontologie
Poliklinik für Zahnerhaltungskunde
Im Neuenheimer Feld 400
D-69120 Heidelberg
Deutschland