International Poster Journal of Dentistry and Oral Medicine
Login:
username:

password:

Plattform:

Forgotten password?

Registration

Int Poster J Dent Oral Med 5 (2003), No. 2     15. June 2003

Int Poster J Dent Oral Med 2003, Vol 5 No 02, Poster 172

Lokale Antibiotikagabe versus Instrumentierung in der unterstützenden Parodontitistherapie

Sprache: Deutsch

Autoren: Dr. med. Dr. med. dent. Ti-Sun Kim, Sektion Parodontologie, Poliklinik für Zahnerhaltungskunde, Klinik für Mund-, Zahn- und Kieferkrankheiten, Universitätsklinikum Heidelberg
Prof. Dr. med. dent. Peter Eickholz, Poliklinik für Zahnerhaltungskunde, Sektion Parodontologie, Universitätsklinikum Heidelberg
Dr. med. dent. Thomas Bürklin,
Dr. med. dent. Beate Schacher,
Priv.-Doz. Dr. med. dent. Petra Ratka-Krüger, Poliklinik für Parodontologie, Johann Wolfgang Goethe Universität, Frankfurt am Main
Matthijs T. Schaecken, DDS,
Prof. Dr. med. dent. Heinz H. Renggli, Abteilung für Parodontologie, Medizinisches Zentrum der Universität Nijmegen, NL

Datum/Veranstaltung/Ort:
12.-14.09.2002
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie
Baden-Baden

Problemstellung

Das Ziel der vorliegenden Pilotstudie war es, den klinischen Effekt der alleinigen topischen subgingivalen Applikation eines 14%igen Doxicyclin-Gels und mechanischer subgingivaler Instrumentierung zu vergleichen.

Material und Methoden

Patienten
- 20 Patienten (12 männlich, 8 weiblich);
Alter: 30-76 Jahre, bei denen von 1998 bis 2000 in der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde der Universität Heidelberg eine systematische Parodontitisbehandlung durchgeführt worden war.
- einwurzlige Zähne mit:
entweder: ST = 5 mm und BOP
oder ST >/= 6 mm
insgesamt n=103 Zähne
- Therapie
randomisierte Zuweisung zu den Gruppen:
DOXI (9 Patienten/61 Defekte)
alleinige subgingivale Applikation
eines 14%igen Doxicyclin-Gels
oder
SRP (11 Patienten/42 Defekte)
mechanische subgingivale Instrumentierung mit einem Schallscaler.
- Klininische Untersuchung
Klinische Parameter:
=> PlI
=> ST
=> RAL-V
=> GI
vor sowie 3 und 6 Monate nach Therapie

Ergebnisse

- 6 Monate nach Therapie:
statistisch signifikante (p<0,001):
=> ST-Reduktionen
DOXI: -1,03±1,25 mm;
SRP: -1,26±1,38 mm
=> RAL-V-Gewinne
DOXI: 0,81±1,40 mm;
SRP: 0,85±1,62 mm
- Multilevel-Regressionsanalysen, die die Therapie unterschiedlicher Anzahlen von Zähnen bei verschiedenen Patienten berücksichtigten, ergaben keine statistisch signifikanten Unterschiede hinsichtlich ST-Reduktion bzw. RAL-V-Gewinn zwischen subgingivaler Applikation des Doxicyclin-Gels (DOXI) und mechanischer Reinigung mit Schallscalern (SRP)
- Der Effekt beider Therapien ist bei tieferen Taschen (ST >/= 7 mm) statistisch signifikant besser als bei flachen Taschen (ST 5-6 mm).

Abb. 1: Applikation des Einkomponenten- Doxicyclin-Gels
Tab. 1 Patientencharakteristika: Zahl der Patienten/Läsionen, Geschlecht, Zigarettenkonsum, Alter
Tab. 2 Sondierungstiefen (Mittelwert±Standardabweichung) vor, 3 und 6 Monate nach Therapie sowie Veränderung zum Wert vor Therapie nach 3 und 6 Monaten
Tab. 3 Relative vertikale Attachmentlevel (Mittelwert±Standardabweichung) vor, 3 und 6 Monate nach Therapie sowie Veränderung zum Wert vor Therapie nach 3 und 6 Monaten

Schlußfolgerungen

Zur Therapie residualer oder rezidivierender Taschen bei Patienten in der unterstützenden Parodontitistherapie eignete sich die subgingivale Applikation eines neuartigen 14%igen Doxicyclin-Gels ebenso gut wie die mechanische subgingivale Instrumentierung mit Schallscalern.

Dieses Poster wurde übermittelt von Dr. med. Dr. med. dent. Ti-Sun Kim.

Korrespondenz-Adresse:
Dr. med. Dr. med. dent. Ti-Sun Kim,
Sektion Parodontologie
Poliklinik für Zahnerhaltungskunde
Im Neuenheimer Feld 400
69120 Heidelberg