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Int Poster J Dent Oral Med 3 (2001), No. 3     15. Sep. 2001

Int Poster J Dent Oral Med 2001, Vol 3 No 3, Poster 88

Histologische Untersuchung eines Amalgamersatzmaterials im Vergleich zu konventionellen Werkstoffen

Language: Deutsch

Authors: ZA Ivo Schwarz, Dr. Andreas Braun, Prof. Matthias Frentzen
Zentrum für ZMK, Universität Bonn

Date/Event/Venue: 
16.-18. November 2000
Parodontologie an der Schwelle zum dritten Jahrtausend,
Gemeinschaftstagung der DGZMK und DGP
Frankfurt


Abstract

Ziel der Studie war die histologische Überprüfung des Aplikations- bzw. Verbundverhaltens im Vergleich zu einem Komposit- bzw. Kompomersystem. Bei 20 frisch extrahierten und kariesfreien Molaren (Lagerung in NaCl-Lösung mit NaAzid Zusatz) wurden 40 Kavitäten nach der Blackklasse II gestaltet. 20 zweiflächige Kavitäten wurden nach den Richtlinien für die Amalgamrestauration präpariert und ent-sprechend den Herstellerangaben mit Ariston pHC(c) gefüllt.Die übrigen 20 Kavitäten vergleichbarer Extension wurden nach den Regeln der Adhäsivtechnik gestaltet und mit einem Kompo-sit- bzw. Kompomersystem versorgt. Von den Zahnpräparaten wurden, nach künstlicher Alterung, unter Anwendung der Trenndünnschlifftechnik ca. 20 µm dicke Schliffe für eine Durchlicht- bzw. REM-Untersuchung hergestellt. Die Präparate wurden in Bezug auf ihre Homo-genität und Wandständigkeit untersucht.Wesentliche Unterschiede zu den üblichen Restaurationsmater-ialien konnten nicht festgestellt werden. Das Verhalten der einzelnen Materialien lag relativ nah beieinander und unterscheidet sich mehr oder weniger im qualitativen Bererich.


Introduction

Ziel der Untersuchung war die histologische Überprüfung des Applikations- bzw. Verbundverhaltens eines Amalgamersatzmaterials im Vergleich zu einem Komposit- bzw. Kompomersystem.


Material and Methods

Bei 20 frisch extrahierten und kariesfreien Molaren wurden 40 zweiflächige Kavitäten gelegt. Davon wurden 20 Kavitäten nach den Richtlinien für die Amalgamrestauration präpariert und mit Ariston pHc© (Vivadent, FL-Schaan) gefüllt; die übrigen 20 Kavitäten wurden nach den Richtlinien der Adhäsivtechnik gestaltet und mit einem Komposit- (Arabesk©, VoCo, D-Cuxhaven) bzw. mit einem Kompomersystem (Compoglass©, Vivadent, FL-Schaan) versorgt (Abb. 1). Nach Thermocycling (2200 Zyklen) wurden unter Anwendung der Trenndünnschlifftechnik ca. 20 µm dicke Schliffe für eine Durchlicht- bzw. eine REM-Untersuchung hergestellt. Die Präparate wurden in Bezug auf ihre Homogenität und Wandständigkeit untersucht. Die statistische Analyse wurde mit einfaktorieller Varianzanalyse (ANOVA) und anschliessendem Scheffé-Test durchgeführt.


Abb 1: Für die Aufnahme von Füllungen vorbereitete (jeweils oben) und mit den verschiedenen Materialien gefüllte Zähne (jeweils unten)


Results

Wesentliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Füllungssystemen in Bezug auf Randschluss, Homogenität und Wandständigkeit im Schmelz und Dentin konnten nicht festgestellt werden. Bei stufenförmiger Präparation traten auch bei Anwendung der Inkrementtechnik im Bereich der Winkel zwischen Kavitätenboden und axialer Wand, bzw. axialer Wand und approximaler Stufe größere Blasen zwischen der Kavitätenoberfläche und dem Restaurations-material auf (Abb. 2-5). Bei dem Amalgamersatzmaterial waren Spaltbildungen nicht häufiger zu beobachten als bei konventionellen Restaurtionssystemen (p>0,05).


Abb 2: Dünnschliffe der mit den verschiedenen Materialien gefüllten Zähne in lichtmikroskopischer Darstellung.


Abb 3: Häufigkeit von Gefügelinien innerhalb der Restaurationsmaterialien und Blasen an den Grenzflächen zu den Zahnhartsubstanzen.


Abb 4: Häufigkeit von Blasen innerhalb der Restaurationsmaterialien in Abhängigkeit von deren Größe.
Komposit
  Dentin Schmelz
Ariston pHc©
Kompomer
  Dentin Schmelz
Ariston pHc©
Abb 5: Dünnschliffe der mit den verschiedenen Materialien gefüllten Zähne in rasterelektronenmikroskopischer Darstellung.


Discussion and Conclusions

Die Polymerisationsschrumpfung und die damit einhergehende Möglichkeit der Randspaltbildung ist zur Zeit der limitierende Faktor für die Lebensdauer einer herkömmlichen Kunststoffrestauration. Ob durch eine Modifikation der Präparationsregeln bzw. durch die Anwendung eines veränderten Kavitätenversiegelungssystems bei gleichzeitiger Vereinfachung der Applikationstechnik eine mit den klassischen Kunststoffsystemen vergleichbare Qualität erzielt werden kann, bleibt abzuwarten.


This Poster was submitted by ZA Ivo Schwarz.

Correspondence address:
ZA Ivo Schwarz
Zentrum für ZMK
Universität Bonn
Poliklinik für Zahnerhaltung und Paodontologie
Welschnonnenstr.17
53111 Bonn