International Poster Journal of Dentistry and Oral Medicine
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Int Poster J Dent Oral Med 18 (2016), DGMKG     1. June 2016
Int Poster J Dent Oral Med 18 (2016), DGMKG  (01.06.2016)

Supplement, Poster 1010, Language: German/English


Seltenes intramuskuläres Hämangiom des M. masseter
Intramuscular Hemangioma of the Masseter in Childhood - A Rare Case.

Rutkowski, Rico / Schuster, Matthias / Kindler, Stefan / Kaduk, Wolfram
Ausgehend von Gefäßanomalien stellen Hämgiome benigne Neoplasien dar, welche am gesamten Körper auftreten können. Bei einer präferiert haut- bzw. schleimhautnahen Manifestation finden sich ca. 60 % der Neubildungen im Kopf-Hals-Gebiet. Als äußerst seltene Subpopulation bilden intramuskuläre Varianten weniger als 1 % dieser Tumoren ab[1]. Dabei sind der M. masseter, M. trapezius und M. sternocleidomastoideus vorrangig im Kopf-Hals-Areal befallen[2]. Ausgehend von oftmals unspezifischen Symptomen und einem regelmäßig muskelinfiltrierendem Wachstum kommt es häufig zu Fehldiagnosen und einem Verdacht auf maligne Neoplasien[3]. Im vorliegenden Fall wird ein intramuskuläres Hämangiom im M. masseter eines 5-jährigen Mädchens beschrieben. Nach einer initial konservativ-abwartenden Therapiehaltung bei blander Klinik, erfolgte die chirurgische Exzision bei akut progredienter Wachstumstendenz und neu aufgetretenen funktionellen Beschwerden. Neben der klinischen Untersuchung stehen mit konventioneller Röntgentechnik, Sonographie, Sialographie und dreidimensionalen Bildgebungen wie CT und MRT verschiedene diagnostische Maßnahmen zur Verfügung[4]. Als typische histopathologische Eigenschaft neigen diese Hämangiome, ausgehend von lokal organisierter Hämostase mit konsekutiv-sekundärer Kalzifizierung, zur Bildung von als pathognomonisch geltenden Phlebolithen[5]. Unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte, wie Alter, Lokalisation und ästhetisch-funktioneller Gesichtspunkte sollte die Behandlung stets individualisiert erfolgen. Trotz einer geringen Inzidenz sollten intramuskuläre Hämangiome als Differentialdiagnose unklarer Neubildungen im Kopf-Hals-Gebiet berücksichtig werden.

Most commonly occurring in the trunk and extremities, intramuscular hemangiomas (IMH) may be rare tumors in the head and neck region. There they show predominant involvement of the masseter and trapezius muscles. Due to their nonspecific symptoms, often these tumors are misdiagnosed. The muscle infiltrative growth can lead to confusing them with malignant neoplasms. A case of IMH in a five-year-old girl is presented here. After an initial conservative treatment, the neoplasm was then treated by surgical excision, because of a progressive growth trend and re-occurring functional complaints. In addition to the clinical, diagnostic and histo-pathological findings, treatment of intramuscular hemangiomas with multipleform phleboliths is discussed. There is no recurrence after a one-year follow-up.

Keywords: Intramuskuläres Hämangiom, Weichgewebsneubildung, M. masseter, Phlebolithen, Kopf-Hals-Chirurgie
intramuscular hemangioma, masseter muscle, phlebolith, soft tissue neoplasm, head and neck surgery


Conference/Exhibition:
66. Kongress und Praxisführungsseminar der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
01.-04. June 2016
Hamburg, Germany